Wärmeschutz

Der Energie sparende Wärmeschutz nimmt immer größere Bedeutung ein. Mit dem Konzept der KS-Funktionswand (schweres tragendes Mauerwerk aus Kalksandstein mit außen liegender Wärmedämmung) kann dieses Ziel bestmöglich erreicht werden. Das Wärmedämmniveau wird über die Dicke der anzuordnenden Dämmschichten erreicht.
Die Wärmedämmschicht kann hierbei als Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) auf der tragenden Mauerwerksschale sowie als Wärmedämmschicht zwischen zwei Mauerwerksschalen mit oder ohne Luftschicht angeordnet werden.

Winterlicher Wärmeschutz

Die Anforderungen an den winterlichen Wärmeschutz sind festgelegt in:

  • DIN 4108-2
  • Energieeinsparverordnung (EnEV)

 

Im Rahmen der EnEV 2014 werden für Wohngebäude Anforderungen an die Größen Jahres-Primärenergiebedarf und spezifischer Transmissionswärmeverlust gestellt. Dies sind die aus der EnEV 2009 bekannten Anforderungsgrößen. Die Referenzwerte der Energieeinsparverordnung 2014 für Außenwände (UAW ≤ 0,28 W/(m2·K)) lassen sich schon mit ca. 11 cm Wärmedämmung erreichen.

Um für steigende Anforderungen ab Januar 2016 und höhere Ansprüche gerüstet zu sein, empfiehlt es sich, einen erhöhten Wärmeschutz einzuplanen.

Dies kann durch leistungsfähigere Wärmedämmstoffe und/oder größere Dämmstoffdicken erzielt werden. Bei der zweischaligen Außenwand ist die Erhöhung des Schalenabstands bis auf 20 cm möglich (entsprechende bauaufsichtlich zugelassene Anker sind am Markt verfügbar).

Sommerlicher Wärmeschutz

Zusätzlicher Vorteil der KS-Funktionswand ist die erheblich höhere Speichermasse aufgrund der hohen Rohdichte der KS-PLUS Wände (innen und außen). Im Sommer kommt es im Gegensatz zu leichten Bauweisen daher vergleichsweise selten zu Übertemperaturen. Im Winter bieten Wärme speichernde KS-Konstruktionen den Vorteil, tagsüber Wärme zu speichern und abends wieder an den Raum abzugeben. Das sommerliche Temperaturverhalten von nicht klimatisierten Aufenthaltsräumen ist vom Planer in der Gebäudekonzeption zu berücksichtigen. Die DIN 4108-2 und die EnEV 2014 sind dabei zu beachten. Hierbei macht sich die schwere Bauart mit ihrer Speichermasse positiv bemerkbar.

Die Kühllast des Gebäudes ist dadurch geringer und kann somit zu Einsparungen in der Anlagentechnik führen.

Wärmebrücken

Das Konzept der KS-Funktionswand trägt erheblich dazu bei, den Einfluss konstruktiver Wärmebrücken auf das Gebäude und somit auf den Jahres-Heizwarmebedarf zu minimieren. Durch die umhüllende Wärmedämmung sind beispielsweise in die Außenwände einbindende Geschossdecken oder Trennwände einfach zu handhaben und Raumecken weisen eine günstige Temperaturverteilung auf. Mit dem KS-Wärmedämmstein (l ≤ 0,33 W/(m·K)) steht im System von KS-PLUS ein Produkt zur Verfügung, mit dem geometrisch bedingten Wärmebrücken (z.B. am Wandfuß über unbeheizten Kellern) wirksam begegnet werden kann. Im Vergleich zu „normalen“ KS-PLUS Kimmsteinen (l ≥ 0,99 W/(m·K)) kann der längenbezogene Wärmedurchgangskoeffizient (Ψ-Wert) erheblich reduziert werden.

Wärmetechnisch optimierte Details finden sich im Wärmebrückenkatalog Kalksandstein. Mit dem Wärmebrückenkatalog kann sowohl der Nachweis der Gleichwertigkeit mit dem Beiblatt 2 der DIN 4108 als auch der detaillierte Nachweis der Wärmebrücken geführt werden. Darüber hinaus kann mit dem Wärmebrückenkatalog Kalksandstein aufgezeigt werden, wie sich z.B. durch Optimierung der Details (z.B. Einsatz des KS-Wärmedämmsteins) der hygienische Wärmeschutz verbessern und somit die Behaglichkeit steigern lässt.