Roboter fertigen Mauern
Roboter fertigen Mauern: Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies informiert sich über serielle Wandproduktion im Emsland Innovativer Mittelstand: Traditionsunternehmen automatisiert die Fertigung
von Mauerwerkswänden aus Kalksandsteinen
Haren (Ems). Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat im Rahmen eines solid UNIT Spotlights die Emsländer Baustoffwerke besucht und sich vor Ort über innovative industrielle Fertigungstechnologien im Bauwesen informiert. Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie digitale Planung, automatisierte Vorfertigung und nachhaltige Kalksandsteine dazu beitragen können, den Wohnungs- und Gewerbebau in Deutschland deutlich zu beschleunigen.
„Die industrielle Vorfertigung zeigt eindrucksvoll, wie wir schneller, nachhaltiger und zugleich in hoher Qualität bauen können. Was hier im Emsland entstanden ist, verdeutlicht, wie Innovation und Mittelstand gemeinsam die Bauwende voranbringen. Das ist ein starkes Signal für Niedersachsen: Wir können eine führende Rolle übernehmen, wenn es darum geht, das Bauen neu zu denken und unsere Bauwirtschaft zukunftsfest aufzustellen“, sagte Ministerpräsident Olaf Lies während seines Besuches. Vollautomatisiertes Mauerwerk aus Kalksandsteinen setzt einen neuen Meilenstein im seriellen Bauen. Die Emsländer Baustoffwerke haben gemeinsam mit den Mauerwerksvorfertigungs-Spezialisten von Rimatem eine Innovation entwickelt, die Bauprozesse nachhaltig verändern kann. Erstmals werden mit PreFabWall Mauerwerkswände aus Kalksandstein vollständig automatisiert auf Basis digitaler Baupläne sowie BIM-Daten gefertigt und auf der Baustelle präzise platziert. In einer vollautomatisierten neuen Produktionslinie, entstehen die Wandelemente
witterungsunabhängig, millimetergenau und in gleichbleibend hoher Qualität. Mit Wanddicken von 15 – 30 cm, Wandlängen von bis zu 6 m und Wandhöhen von bis zu 3,5 m werden die maßgeblichen Anforderungen des deutschen und niederländischen Marktes erfüllt. Auf der Baustelle werden sie anschließend mithilfe von Mobil- oder Baustellenkranen montiert – ein Prozess, der Bauzeiten deutlich verkürzt, Ressourcen schont, die Ausführungsqualität steigert und Kosten senkt. Serielles Bauen gewinnt an Bedeutung im Wohnungsbau
Das vorgefertigte Mauerwerk eignet sich sowohl für den Wohnungsbau – auch für individuell geplante Ein- und Mehrfamilienhäuser – als auch für den Gewerbebau, etwa Büro- und Verwaltungsgebäude, Einkaufszentren oder Industriehallen. Die hohe Präzision der Elemente sorgt für planbare Abläufe, reduziert Fehlerquellen und entlastet die Baustellenlogistik.
„Vorfertigung ist längst kein Zukunftsversprechen mehr, sondern ein realer Hebel für die Bauwende“, betonte Tobias Riffel, Vorstandsvorsitzender von solid UNIT. „Industriell gefertigte Wände aus Mauerwerk zeigen, wie digitale Planung und serielle Prozesse Geschwindigkeit, Qualität und Nachhaltigkeit vereinen. Als Netzwerk machen wir diese Innovationen sichtbar und bringen die entscheidenden Akteure zusammen – denn nur wenn Planung, Industrie und Politik gemeinsam handeln, gelingt der notwendige Wandel im Bauwesen.“
„Für uns ist Vorfertigung kein Experiment, sondern ein strategischer Schritt nach vorn“, erklärte Bernhard Göcking, Geschäftsführer der Emsländer Baustoffwerke. „Die Herausforderungen im Wohnungsbau sind politisch wie gesellschaftlich enorm. Mit PreFabWall zeigen wir, dass der Mittelstand Teil der Lösung ist. Der Besuch des Ministerpräsidenten unterstreicht die Bedeutung industrieller Vorfertigung für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes. Wir investieren bewusst in Digitalisierung und Automatisierung, weil wir überzeugt sind, dass Innovation nicht nur in den großen Zentren entsteht. Das Emsland steht exemplarisch dafür, wie regionale Unternehmen die Bauwende praktisch voranbringen.“
Das Innovationsnetzwerk solid UNIT vereint Unternehmen und Verbände aus Bauwirtschaft und Baustoffindustrie, Start-ups, Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Ziel des Netzwerks ist es, innovative Ansätze sichtbar zu machen, den Austausch mit allen am Bau Beteiligten zu fördern und Impulse für ein nachhaltiges und zukunftsfähiges Bauen zu setzen.
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Kristine Hebenstreit, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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