Wohneigentum: Drei von vier Haushalten könnten sich Haus leisten

News vom: 14.07.2014

Sinkende Zinsen, stabile Hauspreise und zumindest moderat wachsende Einkommen schaffen gute Voraussetzungen für den Neubau in Deutschland.

Doch die Potenziale sind noch lange nicht ausgeschöpft. In zehn der 16 Bundesländern können sich drei von vier Haushalten ein Haus leisten, in 13 ist beim Wohneigentum eine Quote von 50 % und mehr möglich.

 

n großen Teilen Deutschland sieht es äußerst gut für den Neubau aus: Im Saarland, in Bremen, Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind sogar drei von vier Haushalten in der Lage, ein ortsübliches Eigenheim aus dem Bestand zu finanzieren. Die überwiegende Mehrheit könnte sich hier also ein Haus leisten. Das ergab eine Analyse des Berliner Forschungsinstituts empirica im Auftrag der Landesbausparkassen, bei der Einkommens-Daten des Statistischen Bundesamtes mit Informationen aus einer Preis-Datenbank für gebrauchte Einfamilienhäuser abgeglichen wurden.



Wohneigentum: Berlin ist Schlusslicht


Mit 30 bis über 50 Prozentpunkte sind die möglichen Zuwachsraten beim Wohneigentum in Bremen und den neuen Ländern am höchsten. Am niedrigsten ist die Wohneigentumsquote und auch das Steigerungspotenzial in Berlin. Laut Statistik wäre eine Verdoppelung beim Wohneigentum auf 34 % möglich. Derzeit besitzen in der Bundeshauptstadt nur 15 % ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung. Insgesamt zeigt sich beim Wohneigentum ein Gefälle zwischen dem wirtschaftsstarken Süden und dem Rest Deutschlands. So haben in Baden-Württemberg bereits 53 % der möglichen 60 % ein eigenes Haus. In Bayern liegt die Wohneigentumsquote durch die zuletzt stark steigenden Immobilienpreise sogar über der potenziellen Quote.


Die Experten gingen bei ihrer Analyse davon aus, dass der Hauskauf im jeweiligen Bundesland machbar ist, wenn Eigenkapital in Höhe eines Jahresnettoeinkommens vorhanden ist und die Finanzierungsbelastung von insgesamt 6 % pro Jahr (für Zins und Tilgung) 35 % des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt. Damit unterstellen die Forscher einen Eigenkapitaleinsatz, der deutlich geringer ist als das empfohlene Minimum von 20 %. Auch die Kaufnebenkosten und anfallenden Modernisierungskosten werden nicht mit einberechnet.


Auf der anderen Seite sind die Finanzierungsbedingungen aktuell noch günstiger als die empirica-Annahmen: Seit Mitte der 90er Jahre sind in Deutschland die Zinsen stark gesunken, während die Hauspreise lange Zeit stabil geblieben und die Einkommen insgesamt zumindest moderat gewachsen sind. Die flächendeckend günstigen Bedingungen werden sich weiterhin positiv auf die Entwicklung der Wohneigentumsquoten auswirken.

 

Quelle und weitere Informationen:
aktion-pro-eigenheim.de
lbs.de