Aufbau einer KS-QUADRO ETRONIC Wand

KS-QUADRO ETRONIC ist die Wand für eine nachhaltige und flexible Elektroinstallation. Basis dieser Funktionswand sind KS-QUADRO E Steine und der KS-QUADRO ETRONIC-Installationskanal

Die einzelnen Arbeitsschritte:

 

1) Kimmschicht anlegen:

Der Wandaufbau beginnt mit dem Anlegen der Kimmschicht. Sie dient dem Höhenausgleich der Wand und dem Ausgleich von Unebenheiten in der Betondecke. Die Kimmsteine werden in Normalmauermörtel der Mörtelgruppe III, Dicke d = 1 bis 3 cm versetzt und planeben ausgerichtet. Die Ausgleichsschicht muss vor dem Weitermauern ausreichend erhärtet sein. Eine Querschnittsabdichtung kann zweckmäßig und sicher unterhalb der Kimmschicht erfolgen.

2) Dünnbettmörtel auftragen:

Alle weiteren Mauerschichten einer KS-QUADRO ETRONIC Wand werden in Dünnbettmörtel gesetzt, der als Werk-Trockenmörtel mit zum Lieferumfang gehört. Auf der Baustelle ist das Anmachwasser nach Herstellerangabe zuzugeben und die angegebene Mischzeit ist einzuhalten. Nachdem das Mauerwerk abgefegt wurde und  ein evtl. Vornässung der Steine erfolgte, wird der Dünnbettmörtel wird mit dem Mörtelschlitten aufgetragen. Die Fugendicke im fertigen Mauerwerk muss 2 mm betragen, das entspricht einer Frischmörtelauftragsdicke von ca. 4 – 5 mm.

3) KS-QUADRO ETRONIC Kimmstein:

Die nächste Schicht ist das Kernstück einer KS-QUADRO ETRONIC-Funktionswand. KS-QUADRO ETRONIC Kimmsteine werden im Regelfall von der Wandöffnung zum Eckpunkt im Halbverband verlegt und in Längs- und Querrichtung ausgerichtet.

Die Oberkante des KS-QUADRO ETRONIC Kimmstein muss dabei 5 cm über der Oberkante des fertigen Fußboden liegen. (Beispiel: wenn eine Fußbodenhöhe von 15 cm geplant ist, liegt die Oberkante des ETRONIC-Kimmsteines bei 20 cm)

4) Versetzen der KS-QUADRO Schichten:

Auf der KS-QUADRO ETRONIC Kimmsteinschicht werden nun Reihen mit KS-QUADRO E entsprechend der geplanten Wandhöhe, mit Hilfe eines Versetzgerätes im Halbsteinverband aufgemauert. Je Hub werden 2 Steine (1/2 m²) aufgenommen und knirsch versetzt. Das Nut u. Feder-System an den Stirnflächen vermeidet ein Verkanten der Steine. Eine Lochabdeckung im mittleren Bereich des Mörtelschlittens gewährleistet offene Installationskanäle. Durch das Einsetzen der mitgelieferten Zentrierbolzen werden durchgehende, vertikale Installationskanäle sichergestellt.

Zentrierbolzen nach dem DB-Mörtelauftrag einsetzen

Die Fugendicke im fertigen Mauerwerk soll 2 mm betragen, was  einer Frischmörtelauftragsdicke von ca. 4 – 5 mm entspricht.

Um den Bauablauf zu erleichtern wird empfohlen, die Wände untereinander in der Stumpfstoßtechnik zu verbinden. Die dadurch entstehende Stumpfstoßfuge ist aus statischen u. schalltechnischen Gründen vollflächig zu vermörteln/zu verkleben.

Systemkomponenten wie Stürze und Ergänzungssteine runden den schnellen Baufortschritt ab.

Eine ungehinderte Leitungsdurchführung sichert das Durchstoßen der vertikalen Wandkanäle von der Decke aus, mit Hilfe einer Eisenstange. Dieser Arbeitsgang muss vor dem betonieren der Decke erfolgen.

Offene E-Kanäle der KS-QUADRO E Steine müssen vor dem betonieren der Decke geschlossen werden. Dafür geeignet sind sogenannte Abdeckkappen (siehe Preisliste, Seite 17) oder eine besandete Bitumenpappe.

E-Kanäle der Steine bis zum ETRONIC-Kimmstein durchstoßen

5)  Installation des KS-QUADRO ETRONIC-Kanals

Anschlüsse für Steckdosen und Lichtschalter werden mit dem Dosensenker gebohrt. Der Bohrkern wird einfach mit einem Schraubendreher herausgebrochen. Die im 12,5 cm Abstand verlaufenden vertikalen Kanäle müssen hierbei nicht mittig getroffen werden. Die Installation kann auf beiden Wandseiten erfolgen.

Bei Wohnungstrennwänden ist eine wanddurchführende Installation zu vermeiden. Für die KS-QUADRO ETRONIC Installation eignen sich Trockenwanddosen.

Das Einfädeln der Kabel wird von oben durch die Wand nach unten zum Wandfuß geführt. Für eine schnelle und unkomplizierte Durchführung wird der Kabelanfang umgebogen.

Einsetzen des KS-QUADRO ETRONIC Kabelkanals:

Vor dem Einsetzen des Kanals werden die Leitungen eingefädelt. Ist der Kanal eingesetzt, werden die Kabel durchgeschlauft. Um einen bündigen Kanalverlauf zu erzeugen, wird dieser am oberen Mauervorsprung fixiert. Zum befestigen des Kanals empfiehlt sich ein Gasschußgerät mit Zubehör. Der Deckel des Kanals muss vor dem befestigen wieder aufgesetzt werden. Mit Hilfe des Endstücks wird das Kanalende verschlossen. Im Anschluß werden Leerrohre zur Energieverteilung in den Abzweiger eingeführt und bodenseitig fixiert.

Elektrokabel im KS-QUADRO ETRONIC Kanal verlegen

6) Verputzen der KS-QUADRO ETRONIC Wand:

Nach dem Einsetzen des Kanals wird die Eckschutzleiste in der gleichen Flucht wie der Kanaldeckel angesetzt. Das Verputzen erfolgt oberhalb und unterhalb des Kanaldeckels. Das Endstück des Kanals wird ebenfalls verputzt. Steckdosen und Lichtschalter können nun wie üblich installiert werden.

Zu Beginn der Bodenverlegungsarbeiten ist die Wand verputzt. Der Randdämmstreifen wird nach der Verlegung des Bodenbelags direkt vor dem Anbringen der Sockelleisten abgeschnitten, damit eine optimale Körper- und Trittschalldämmung sichergestellt wird.

7) Fußbodensockelleisten anbringen:

Die Schutzfolie vom KS-QUADRO ETRONIC Kanaldeckel abziehen und die Sockelleiste mit einem doppelseitigen Klebeband oder Ähnlichem befestigen. Wegen Weichmacher im PVC sollte der Bodenleger nur von KS-QUADRO empfohlene Klebebänder verwenden. Bei höheren Sockelleisten (> 7cm) können diese auch oberhalb des ETRONIC-Kanals an der Wand befestigt werden.