KS-Stumpfstosstechnik
Die liegende Verzahnung bedeutet in vielen Fällen eine Behinderung beim Aufmauern der Wände, bei der Bereitstellung der Materialien und beim Aufstellen der Gerüste. Stumpf gestoßene Wände vermeiden diese Nachteile. Bei der Bauausführung ist zu beachten, dass die Stoßfuge zwischen Längswand und stumpf gestoßener Querwand voll vermörtelt wird. Die Vermörtelung ist aus statischen und schalltechnischen Gründen wichtig. Aus baupraktischen Gründen wird empfohlen, den stumpfen Wandanschluss durch Einlegen von Edelstahl-Flachankern in die Mörtelfuge zu sichern. Kelleraußenecken sind im Verband zu mauern. Für das Aufmauern von Wandscheiben ist das gleichnamige Merkblatt der Berufsgenossenschaft zu beachten.
Anwendungsbereich
Grundsätzlich können alle Wandanschlüsse stumpf gestoßen werden. Es wird jedoch empfohlen, die Außenecken von Kelleraußenwänden - auch unter Annahme zweiseitiger Halterung - aus konstruktiven Gründen immer miteinander zu verzahnen. Alle übrigen Wandanschlüsse können stumpf gestoßen werden.
Vorteile der Stumpfstoßtechnik:
• Stumpfstoß ist zwischen allen Wänden möglich (einfacher Bauablauf).
• Mehr Bewegungsspielraum und Lagerfläche auf der Geschossdecke.
• Vereinfachter Einsatz von mechanischen Versetzhilfen und Gerüsten.
Um Verletzungen vorzubeugen, werden die Flachanker bis zum Gegenmauern der Querwände nach unten abgebogen. Edelstahl-Flachanker werden für Normal- und Dünnbettmörtel angeboten.

KS-Stumpfstoßtechnik mit durchlaufender
Trennwand.