Flankenübertragung
Die flankierende Übertragung im Griff
Wenn ein erhöhter Schallschutz vorgesehen ist, ist dies nur im Rahmen eines schalltechnischen Gesamtkonzeptes möglich. Im Vordergrund muss dabei die Beherrschung der flankierenden Übertragung stehen. Aber selbst bei der Einhaltung der Mindestanforderungen können diese verfehlt werden, wenn Fehler bei der flankierenden Übertragung gemacht werden.
Erhöhter Schallschutz bedeutet zwangsläufig verstärkte Kontrolle der Flankendämmung
- Die flankierenden Bauteile sollen eine hohe Direktdämmung aufweisen.
- Das Stoßstellendämm-Maß soll möglichst groß werden.
Im Massivbau wird eine hohe Direktdämmung durch eine große flächenbezogene Masse erreicht. Flankierende Bauteile sollen also ausreichend schwer sein! Vorteilhaft sind dabei große Rohdichten, um die Wanddicken trotz großer flächenbezogener Massen so klein wie möglich zu halten. Diese Aussage gilt gleichermaßen für Innenwände wie für Außenwände.
Aus statischer Sicht ist der Fall klar: Der Stumpfstoß ist eine statisch abgesicherte und zugelassene Konstruktion. Selbst im angenommenen Fall des völligen Abreißens ist seine statische Funktion nachgewiesenermaßen nicht in Frage gestellt. Aus akustischer Sicht kann gefragt werden, wie die derzeitige Stumpfstoßkonstruktion noch betriebssicherer und einfacher - mit Hinblick auf eine dauerhafte Qualitätssicherung - ausgeführt werden kann. Für das Bauen mit Kalksandstein hat man sich hier eindeutig entschieden: Die Stumpfstoßtechnik, auf die im heutigen Baubetrieb nicht mehr verzichtet werden kann, muss dauerhaft und in allen Situationen anwendungssicher sein! Die vorgesehene Lösung folgt dem im folgenden Bild dargestellten Prinzip.
Stumpfstoß mit durchstoßender Trennwand

Bauherren