Umfangreiche Brandprüfungen und Forschung belegen, dass sich Kalksandstein in brandschutztechnischer Hinsicht vorteilhaft verhält. KS-Mauerwerk hat im Brandfall eine hohe Feuerwiderstandsfähigkeit. Brandfälle aus der Praxis bestätigen dieses sehr eindrucksvoll.
Das vorteilhafte Verhalten von KS-Mauerwerk im Brandfall ergibt sich aus dem Baustoff und dem Herstellungsverfahren der Kalksandsteine. Wände aus KS-Produkten haben einen vergleichsweise hohen Kristallwassergehalt. In den hydraulischen Reaktionsprodukten, die während des Härtungsprozesses von KS-Steinen in Autoklaven entstehen, wird Kristallwasser in den chemischen Bindungen eingebunden. Aufgrund der Porenstruktur von Kalksandstein wird außerdem freies, nicht gebundenes Wasser eingelagert.
Für KS-Mauerwerkswände wurden zahlreiche Nachweise geführt - nicht nur die Nachweise der üblichen Mauerwerksarten, die durch DIN 4102-4 abgedeckt werden, sondern auch zahlreiche Nachweise in Verbindung mit Dünnbettmörtel, die die KS-Bauart hinsichtlich Brandschutz unterstützen. Es wurde nachgewiesen, dass KS-Konstruktionen auch ohne Stoßfugenvermörtelung, knirsch gestoßen gemäß DIN 1053, Feuerwiderstandsklassen von F 30 bis F 180 erfüllen. Hierbei muss selbstverständlich die erforderliche Mindestwanddicke gemäß DIN 4102-4 oder allgemeinem bauaufsichtlichem Prüfzeugnis oder allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung oder gutachtlicher Stellungnahmen eingehalten werden. Zusatzmaßnahmen wie Verspachtelung oder Putz sind bei unvermörtelter Stoßfuge nicht erforderlich. Diese Aussage gilt auch für KS-Steine mit Nut-Feder-Systemen.

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